Venedig ruht auf einem über 1.500 Jahre alten Fundament aus schätzungsweise 10 Millionen Holzpfählen
Wieso dann also keine Stahlpfähle?
Es handelt sich um zusammengesetzte Verdrängungspfähle gemäß DIN EN 12699 (Technische Baubestimmung) aus feuerverzinktem Stahl, teilweise mit Schraubgängen als verlängerbare Tiefengründung. Die Außendurchmesser der Rohre betragen circa von 9,0 bis 14,0 cm. Je nach Tragfähigkeit des Baugrundes werden Längen von 1,0 bis 10,0 m erreicht.
Venedig ruht auf einem über 1.500 Jahre alten Fundament aus schätzungsweise 10 Millionen Holzpfählen
Wieso dann also keine Stahlpfähle?
Gemäß den Landesbauordnungen §17 ist ein Verwendbarkeitsnachweis (z.B. Zulassung) für ein Bauprodukt nicht erforderlich, wenn es eine Technische Baubestimmung (z.B. eingeführte Norm) oder eine allgemein anerkannte Regel der Technik (z.B. EA-Pfähle) gibt. Vorab wurden alle notwendigen Normen aufgeführt und es ist somit keine Zulassung notwendig. Derselben Argumentation folgt auch die Publikation (Das Vier-Augen-Prinzip bei der geotechnischen Prüfung von neuen Bauverfahren und Bauprodukten im Spezialtiefbau) von Herrn Prof. Dr.-Ing. Matthias Vogler (TU Darmstadt, EA-Pfähle und Katzenbach Ingenieure).
Große Vorteile sind der Zugwiderstand und der Einbau mit Hand oder kleiner Maschine. Die Pfähle sind rückbaubar und es bedarf keiner Bodenbewegungen. Gebäude können circa 30cm über dem unveränderten Gelände geplant werden und man spart sich somit die Abdichtung gegen das Erdreich. Ein ebenerdiger Zugang ist trotzdem an den notwendigen Bereichen problemlos möglich. Im weiteren Text finden Sie auch mögliche Details dazu.
Druck
Zug
Horizontal
Druck
Zug
Horizontal
Hauptsächlich tragen die Pfähle über Ihre Mantelreibung, welche über das Drehmoment überprüft wird. Der Spitzenwiderstand ist für die kleinen Durchmesser normalerweise vernachlässigbar. Bei Bungalows knapp über geradem Gelände genügt horizontal auch meistens nur der Pfahl ohne Anbauten. Im Mittel beträgt der Bemessungswiderstand für die Pfähle circa 100 kN vertikal und 10 kN horizontal. Die Sicherheitskonzepte unterscheiden sich je nach Projektgröße:
Kopfplatte
Horizontalkraftverstärker
Teller
Es gibt verschiedene Anbauten oder Methoden um den Einbau, den Spitzenwiderstand oder die horizontale Tragfähigkeit zu optimieren. Auf die variable Kopfplatte kann jegliches Bauwerk aus Stahl, Holz oder Modulen montiert werden. Wir durften bereits einige, auch prüfpflichtige Bauvorhaben verwirklichen:
Seit Anfang 2022 sammeln wir Literatur und Partner für Mikroschraubpfähle. Das große Ziel dabei ist, diese einfache und wirtschaftliche Bauweise mehr zu etablieren und die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen. Durch die Drehmomentauslesung erhält man zu jedem Pfahl eine direkte Aussage über die Tragfähigkeit und Sicherheit. Aber leider gilt am Bau teilweise immer noch: Was man nicht kennt, das will man nicht. Dies gilt es zu verbessern!
Herr Metallbaumeister Hahn
Herr Prof. Dr.-Ing. Wolff
Herr Dr.-Ing. Ebell
Herr Prof. Dr.-Ing. Vogler
Herr Prof. Dr.-Ing. Mensinger
Frau Hemme
Herr Metallbaumeister Hahn
Herr Prof. Dr.-Ing. Wolff
Herr Dr.-Ing. Ebell
Herr Prof. Dr.-Ing. Vogler
Herr Prof. Dr.-Ing. Mensinger
Frau Hemme