Mikroschraubpfahl (MSP) als Gründungselement für Bauwerke

Es handelt sich um zusammengesetzte Verdrängungspfähle gemäß DIN EN 12699 aus feuerverzinktem Stahl teilweise mit Schraubgängen als verlängerbare Tiefengründung. Die Außendurchmesser der Rohre betragen circa von 9,0 bis 14,0 cm. Je nach Tragfähigkeit des Baugrundes werden Längen von 1,0 bis 10,0 m erreicht.

  • Ausführung und bauaufsichtliche Zuordnung (Bauprodukt) – DIN 12699
  • Dauerhaftigkeit und innere Tragfähigkeit
    • Bodenklasse – DIN 50929-3
    • Entsprechende Stahlabrostung nach der Zinkschutzdauer – DIN EN ISO 1461
    • Zusätzliche Bestätigung dieser Vorgehensweise durch die BAM
    • Nachweis mit reduziertem Querschnitt – EC3
    • Optionale zusätzliche Beschichtung in Oberflächennähe
  • Äußere Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit
    • min. Längen bei Frost und Zug
    • min. Drehmomente bei Druck und Zug mit Erfahrungswerten bei gleichwertigen Böden
    • Höhere Widerstände durch projektspezifische Pfahlproben möglich – DIN EN ISO 22477-1+2
    • Auswertung gemäß EA-Pfähle

Herr Dr.-Ing. Ebell

Herr Prof. Dr.-Ing. Vogler

Venedig ruht auf einem über 1500 Jahre alten Fundament aus schätzungsweise 10 Millionen Holzpfählen

Gemäß den Landesbauordnungen ist ein Verwendbarkeitsnachweis (z.B. Zulassung) für ein Bauprodukt nicht erforderlich, wenn es eine Technische Baubestimmung (Norm) oder eine allgemein anerkannte Regel der Technik (z.B. EA-Pfähle) gibt. Vorab wurden alle notwendigen Normen aufgeführt und es ist somit keine Zulassung notwendig. Derselben Argumentation folgt auch die Publikation (Das Vier-Augen-Prinzip bei der geotechnischen Prüfung von neuen Bauverfahren und Bauprodukten im Spezialtiefbau) von Herrn Prof. Dr.-Ing. Matthias Vogler (TU Darmstadt, EA-Pfähle und Katzenbach Ingenieure).

Übersicht

Maschineller Einbau

Händischer Einbau

Große Vorteile sind der Zugwiderstand und der Einbau mit Hand oder kleiner Maschine. Die Pfähle sind rückbaubar und es bedarf keiner Bodenbewegungen. Gebäude können circa 30cm über dem unveränderten Gelände geplant werden und man spart sich somit die Abdichtung gegen das Erdreich. Ein ebenerdiger Zugang ist trotzdem an den notwendigen Bereichen problemlos möglich. Weiter unten finden Sie denkbare Details.

Druck

Zug

Horizontal

Druck

Zug

Horizontal

Hauptsächlich tragen die Pfähle über Ihre Mantelreibung, welche über das Drehmoment überprüft wird. Der Spitzenwiderstand ist für die kleinen Durchmesser normalerweise vernachlässigbar. Bei Bungalows knapp über geradem Gelände genügt horizontal auch meistens nur der Pfahl ohne Anbauten. Im Mittel beträgt der Bemessungswiderstand für die Pfähle circa 100 kN vertikal und 10 kN horizontal. Das Sicherheitskonzept unterscheidet sich je nach Projektschwierigkeit:
  • Angabe der notwendigen Drehmomente mit höheren Sicherheitsbeiwerten bei Kleinprojekten ohne Pfahlproben
  • Höhere Widerstandswerte (geringere Sicherheitsbeiwerte) bei Großprojekten durch Pfahlproben

Kopfplatte

Horizentalverstärker

Teller

Es gibt verschiedene Anbauten oder Methoden um den Einbau, den Spitzenwiderstand oder die horizontale Tragfähigkeit zu optimieren. Auf die variable Kopfplatte kann jegliches Bauwerk aus Stahl, Holz oder Modulen montiert werden. Wir durften bereits einige, auch prüfpflichtige Bauvorhaben verwirklichen:

Holzwohnhaus mit Stahlterrasse

Modulbau Stahlcontainer

Tennishalle Holz

Höhenausgleich

Ebenerdiger Zugang

Zugang mit Podest

Seit Anfang 2022 sammeln wir Literatur und Partner. Das große Ziel dabei ist diese einfache und wirtschaftliche Bauweise mehr zu etablieren und die Angst vor dem ‚Neuen‘ zu nehmen. Durch die Drehmomentauslesung erhält man zu jedem einzelnen Pfahl eine direkte Aussage über die Tragfähigkeit. Aber leider gilt am Bau teilweise immer noch: Was der Ingenieur nicht kennt, das rechnet er nicht. Das wollen wir ändern!

Herr Metallbaumeister Hahn

Herr Prof. Dr.-Ing. Wolff

Herr Dr.-Ing. Ebell

Herr Prof. Dr.-Ing. Vogler

Herr Prof. Dr.-Ing. Mensinger

Frau Hemme

Herr Metallbaumeister Hahn

Herr Prof. Dr.-Ing. Wolff

Herr Dr.-Ing. Ebell

Herr Prof. Dr.-Ing. Vogler

Herr Prof. Dr.-Ing. Mensinger

Frau Hemme

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